Preisspiegel erstellen

Für den Vergabevorschlag vergleichen Sie die eingegangenen Angebote und erstellen als Ausgabe einen oder mehrere Preisspiegel. ORCA AVA berechnet für Sie automatisch weitere Werte als Systembieter: Mittelwert / Günstigst, Durchschnitt / Idealpreis. Damit ergeben sich viele Möglichkeiten für einen aussagekräftigen Preisvergleich.

So erstellen Sie eine Ausgabe für die Angebotsauswertung

  1. Wählen Sie Ausgabe Ausgabe zum Öffnen des Dialogs Drucken: Angebote.
  2. Öffnen Sie über die Schaltfläche Einstellungen die Eigenschaften: LV, und bestimmen Sie z.B. welche Angebote gedruckt werden sollen und deren Sortierung. Bestätigen Sie mit OK.

    Sie erkennen in der Tabelle am Ordnersymbol der Angebote, welche für die Ausgaben berücksichtigt werden:

    Menü Tabelle/Adressen hinzufügen... - Angebot wird ausgegeben

    Plus-/Minus-Schaltflächen (5) - Angebot wird nicht ausgegeben

  3. Im Dialog Drucken: Angebote wählen Sie eines der Verfügbaren Layouts. Über die Schaltfläche Seitenansicht können Sie die Druckbildvorschau ansehen. Drucken führt direkt zur Ausgabe der Daten auf den Drucker.

INFO

Bei der Eingabe eines negativen Einheitspreises kann der mathematisch korrekt ermittelte Vergleichs-Prozentwert einen Wert annehmen, der sich vielleicht etwas 'seltsam' anfühlt, z.B. -150%.

Negative Einheitspreise sind möglich und generell zulässig. Sie können in seltenen Fällen entstehen, wenn z.B. ein Auftragnehmer über die Leistungsbeschreibung die Berechtigung bzw. Verpflichtung erhält, ausgebaute Materialien im Auftrag und für Rechnung des Bauherrn zu verwerten und der daraus erzielte Erlös den Wert seiner Leistung übersteigt. Der Bauherr bekommt also praktisch eine Gutschrift für diese Leistung.

Über einen Rechtsklick auf eine Zahl im Layout können Sie die Variablen Info einsehen - zu jedem Wert übrigens.

Hier sehen Sie die Formel, die den Vergleichs-Prozentwert berechnet.

Bei einem negativen Einheitspreis, bzw. einem negativen Vergleichspreis ergibt sich eine Division, bei der Dividend und Divisor unterschiedliche Vorzeichen haben. Der Wert des Quotienten wird damit negativ.

Prozentrechnen wurde historisch betrachtet zu Zeiten entwickelt, als man sich beim Handel im Bereich der Natürlichen, bzw. positiven Rationalen Zahlen bewegte.

Mit einem negativen Einheitspreis bewegen wir uns nun diesseits oder jenseits des Nullpunktes auf der Zahlengerade.

Ein resultierender negativer Vergleichs-Prozentwertes ist eindeutig interpretierbar - vielleicht nicht, wenn Sie sich den einzelnen Wert ansehen, aber in der Gesamtheit einer Auswertung. Sehen Sie das Minuszeichen bei der Prozentangabe als zusätzlichen Hinweis: Wir bewegen uns über den Nullpunkt hinaus, in die eine oder andere Richtung!

Beispiel 1 - Der Vergleichswert liegt im negativen Wertebereich

Der EP des Vergleichsbieters 'Günstigst' ist hier im negativen Zahlenbereich. Daraus ergibt sich, dass die Bieter, deren Einheitspreise im positiven Wertebereich liegen, einen Vergleichs-Prozentwert mit umgekehrtem Vorzeichen erhalten.

Beispiel 2 - Der Vergleichswert liegt im positiven Wertebereich

Der EP des Vergleichsbieters (Angerer = 100%) liegt bei 7,50 EUR. Der errechnete 'Mittelwert' (EP 2,50) liegt demzufolge bei 33% des EP des Vergleichsbieters - logisch: 2,50 EUR sind 1/3 von 7,50 EUR.

Der EP Dettenbauer (5,00 EUR) liegt bei 2/3, also 66,67% des Vergleichsbieters (7,50).
Der EP Moser ( - 5,00) liegt entsprechend bei minus 66,67% … es kann nicht anders sein!

Die Ausgabe eines einfachen Preisspiegels über einen Excel-Export ist ebenfalls möglich.

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