Kostenberechnung nach der Bauteilmethode


Verfügbar in den Editionen Professional und Enterprise.

Die Projekttabelle Bauelemente (bis Version 22 Elemente und Räume) bietet Ihnen optional die Möglichkeit einer Kostenaufstellung nach der Bauteil- / Element-Methode. So können Sie die Kosten für das Bauvorhaben planerisch vom Keller bis zum Dach, sowie für einzelne Elemente, z.B. die Außenanlagen, berechnen. Bei der Definition der Elemente orientieren Sie sich an den konstruktiven Einheiten Ihrer Planungen, beispielsweise:

  • Straßenbau - 1 m oder 1 m2 'Schotterweg'
  • Landschaftsplanung - 1 m2 'Vogelschutzhecke mit Bodendecker'
  • Haustechnik - 1 m2 'Solaranlage für EFH'
  • Innenarchitektur - 1 Stück 'Bad, gehobener Standard'

Je nachdem, wie Sie die Elemente strukturieren, berechnen Sie die Kosten eher grob oder sehr detailliert. Nach HOAI sind für die erste Kostenberechnung die Kosten bis auf die 2. Gliederungsebene zu verteilen. Hier sollten Sie die Kosten bereits möglichst genau angeben, da die Kostenberechnung die Grundlage für Ihr Honorar bildet!

Wo ist die Kostenberechnung nach der Bauteilmethode sinnvoll?

Die Kostenberechnung nach der Bauteilmethode spart insbesondere Zeit, wenn es sich um wiederkehrende, standardisierbare Leistungsabläufe handelt: Leistungen, die mit denselben Materialien in fix bestimmbaren Mengenanteilen zu erbringen sind. Sie bauen beispielsweise immer den gleichen Typ Einfamilienhaus oder Bürogbäude.
Varianten im Planungsablauf oder generelle Unwägbarkeiten im Projekt können viele Überlegungen und Korrekturen erfordern. In solchen Fällen ist ein Zeitvorteil oft nicht mehr gegeben, weil Sie zu viel kontrollieren/ändern müssen.

Vorteil dieser Methode ist die an der Konstruktion orientierte Übersicht der Kosten: alle erforderlichen Gewerke sind nach Bauelementen (z. B. Wände, Türen) bzw. Räumen (z. B. Wohnzimmer, Garage, Büroraum) zusammengefasst.

Alternativ machen Sie die Kostenberechnung direkt in der Projekttabelle Gewerkeschätzung.

TIPP

Wenn Sie keine echte elementbezogene Kostenschätzung durchführen, können Sie die Tabelle stattdessen auch als zusätzliche gewerkebezogene Kostenschätzung verwenden. Sie können dazu auch vorhandene LV-Daten aus anderen Projekten kopieren.

Bibliothek Elemente als Kopiervorlage für weitere Projekte

Einmal definierte Elemente können Sie immer wieder für die Kostenschätzung in neuen Projekten verwenden. Dafür legen Sie eine Bibliothek vom Typ Elemente an. Für ein konkretes Projekt müssen Sie dann lediglich die benötigten Elemente aus der Bibliothek hinzufügen und die Projektmenge für das Element eintragen. Alle Positionsmengen und -preise werden unter Berücksichtigung der zuvor definierten Mengenanteile automatisch berechnet.

Kostenstand

  • Die Kostenberechnung nach der Bauteilmethode können Sie als eigenen Kostenstand behalten. Alle erforderlichen Änderungen können Sie in die gewerkeorientierte Kostenberechnung der Projekttabelle Gewerkeschätzung (GWS) einfließen lassen. So bekommen Sie zusammen mit der Kostenschätzung bereits 3 verschiedene Kostenstände.
  • In der Kostenstand - Kostengliederungen können Sie die Werte dieser Kostenschätzung mit den Daten aus der gewerkeorientierten Sequenz Ausschreibung - Vergabe - Abrechnung auf Basis der Kostengliederungen vergleichen.
  • Kostenstand - Fixierte Kostenstände ermöglicht Ihnen den projektinternen Vergleich verschiedener archivierter Kostenstände auf Basis der Kostengliederungen.

 
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